Weil uns das Abenteuer scheinbar noch nicht reichte, sind wir den Salkantay Trek zu Machu Picchu gelaufen. Fünf Tage, etwa 70 Kilometer, viele, viele Höhenmeter und Höhenunterschiede. Warum es zwar toll war, wir es aber nicht mehr im Februar machen würden.
Disclaimer: Lest den Text lieber in mehreren Etappen, zum Beispiel einen Tag an einem Tag. Er ist einfach zu lang sonst;)
Tag 1: Abfahrt in Cusco, Wanderung zur Lagune Humantay (ca 5km, 500hm)
Der erste Tag begann mit dem Spaziergang zum Colectivo-Terminal, um nach Mollepata zu fahren. Am Terminal trafen wir einen Franzosen und einen Australier, die genau denselben Plan wie wir hatten (und die uns noch eine Weile begleiteten). Wie so oft in Peru, wollte der Fahrer warten, bis das Colectivo voll ist, aber Nicole und der Franzose drohten ihm, das gleich günstige Taxi zu nehmen – und so fuhr er, wie versprochen, eine Viertelstunde später los. Und wir fuhren lang! Zweieinhalb Stunden durch sämtliche Vororte und Dörfer auf dem Weg. Ständig winkten Menschen, stiegen ein und aus und ich war froh um meinen Einzelplatz am Fenster.
Nach der gefühlten Ewigkeit mussten wir von Mollepata noch mit dem Taxi weiter nach Soraypampa. Wir konnten auch laufen, aber dafür waren wir echt spät dran (und hatten, um ehrlich zu sein, auch gar keine Lust). Das wurde erst so richtig lustig, weil wir eine schmale Bergstraße hinauf fuhren, die voller Schlaglöcher war und direkt am Abgrund entlang führte. Irgendwann sagte der Fahrer, er könne dort vorne nicht weiterfahren, weil die Straße für Autos nicht passierbar sei. Wir zahlten ihn und liefen weiter. Tatsächlich war einige Meter später die Straße ein gutes Stück in die Tiefe gestürzt. Na toll. Gute Voraussetzungen. Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft gabelte uns noch ein Mototaxi auf, der uns ein gutes Stück Weg abnahm.
Am ersten Tag hatten wir also nur noch eine Wanderung zur Lagune Humantay vor uns, die Rucksäcke konnten wir in der Unterkunft in Soraypampa abstellen. Die Empfehlung zur Unterkunft gab uns der Taxifahrer, sie lag perfekt direkt am Weg zur Lagune. Weil ein Einzelzimmer 100 Soles mehr kostete, entschieden wir uns für das Bett im Dorm für 30 Soles (umgerechnet 7,50 Euro). Die Unterkünfte auf dem Salkantay bieten alle Abendessen und Frühstück mit an, weil es ja keine Möglichkeiten unterwegs gibt, in einen Kiosk oder Laden etwas zu kaufen. Hier kostete beides extra, aber nicht die Welt, und wir konnten noch Sandwiches für die Wanderung am nächsten Tag kaufen.
Über eine Pferdekoppel liefen wir zur Lagune, doch ein Mann gab uns den Tipp, dass es am Fluss entlang leichter wäre, also drehten wir um – und wunderten uns doch schnell, wie anstrengend der Aufstieg war. Ständig fing es an zu regnen und hörte dann nach wenigen Minuten wieder auf. Es war neblig, die Sicht war schlecht und meine Motivation – insbesondere nach der langen Autofahrt ohne Essen – im Keller. Nicole war wesentlich schneller als ich oben an der Lagune. Und als ich – schnaufend wie ein Walross – oben ankam, flog sie schon mit ihrer Drohne und ich sah, dass der Franzose und der Australier auch schon dort waren. Obwohl sie nach uns starteten! Ich war beeindruckt, sagten sie doch, dass sie nicht besonders sportlich seien.
Die Lagune lag im Nebel und abwechselnd nieselte es und kam die Sonne heraus. Na das konnte ja heiter werden, wenn das Wetter in den kommenden Tagen so blieb. Die Lagune haute mich nicht besonders um, was sicher daran lag, dass wir auf dieser Reise schon zu viele – richtig schöne – Lagunen gesehen hatten. Diese hier war nicht viel anders, aber ein wenig unattraktiver im Sprühregennebel. In Dribbelschritten ging ich den steileren Alternativweg nach unten. Nach dem überraschend guten Abendessen (inklusive Popcorn als Vorspeise) verzogen sich alle recht schnell auf ihre Zimmer. Nur der Franzose, von dem wir inzwischen wussten, dass er ziemlich dauerhaft bekifft war, blieb noch wach.

Tag 2: Über den Salkantay Pass (ca 21km, 800hm)
Das hatte ich auch noch nie zuvor erlebt: Um 5.30 Uhr wurden wir vom Hostelpersonal aus dem Bett geworfen. Zuerst hat er geklopft, dann ist er reingekommen in unseren Dorm, um uns zu sagen, dass es Frühstück gibt. Zum Glück hatte er mich nicht aus dem Schlaf gerissen. Es hat die ganze Nacht geregnet und ich war oft wach deshalb, weil ich mir vorstellte, wie wir durch den Starkregen stapften. Ich hatte nicht einmal meinen Poncho mitgenommen. So drückten wir uns auch ein wenig davor, loszulaufen. Nicole und ich waren dann doch die ersten, die einsahen: Hilft ja nix, wir müssen los. Je eher desto besser.
Ich war kaum drei Meter gelaufen, da bekam ich schon den ersten Heulkrampf (und einzigen auf dem Trek), weil der komplette Weg voller Schlamm war und ich überhaupt keinen Fleck sah, der meine neuen Schuhe retten konnte. Ich hatte mich nämlich entschieden, nicht meine löchrigen Trailschuhe anzuziehen, sondern die neuen Laufschuhe mit besserem Halt. Keine fünf Minuten, nachdem ich also losgegangen war, sah man den Schuhen an, dass ich mit ihnen durch den Sumpf gewatet war. Und zwar mitten durch. Meine Stimmung war im Eimer und es schüttete noch immer wie wild.
Nach einer Weile sahen wir die anderen aus unserem Refugio kommen: ein französisches Pärchen, das ebenfalls sehr fit war (und uns noch lange begleiten würde) und der Australier und der Franzose. Der Australier offenbarte, dass er seine beiden Sandwiches im Refugio hat liegen lassen und ließ sich auf das Angebot einer Wanderin ein, die ihm Erdnussbuttertoast spendierte. Die Laune des Franzosen war mindestens so mies wie meine, dennoch stapften wir den Weg durch den Regen nach oben. Nach wenigen Kilometern zum Aufwärmen ging es schnell Serpentinen hoch in Richtung Pass. Wir waren schon auf weit über 4000 Metern Höhe und ich hatte keine Energie.
Ich dachte nicht, dass mir die Höhe noch Probleme bereiten würde, hielten wir uns doch schon seit Wochen in ihr auf. Doch die Steigung war mein Endgegner. Hinzu kam ´, dass man im Nebel überhaupt nichts sah. Wir waren vielleicht durch schönste Landschaft gegangen, ich weiß es nicht. Immer wieder blieb einer stehen, machte Pause, Fotos oder aß etwas und wurde von den anderen überholt. So schoben wir uns gegenseitig nach oben. Den Pass, also die höchste Stelle auf 4600 Metern, erreichten Nicole und ich zuerst. Es war ungemütlich, kalt und man sah sowieso nichts. Der Australier und der Franzose kamen kurz nach uns an, aber blieben noch länger dort oben.
Wir gingen weiter. Oben auf dem Pass haben wir die beiden zum letzten Mal gesehen. Ich hätte gern gewusst, ob sie den Trek bis zum Ende durchgezogen haben. Wir wollten erst einmal diesen Tag durchziehen und liefen weiter. Es waren noch etliche Kilometer und die Landschaft veränderte sich. Es sah nun mehr aus wie in Irland, alles grün, alles voller Steine. Vielleicht gab es auch Schafe, ich weiß es nicht mehr. Durch die Wege flossen Bäche, so sehr regnete es. Zwar wusch der Regen meine Schuhe, doch ich stapfte regelmäßig wieder durch Schlammwiesen und sie wurden wieder dreckig. Unser Stimmungsbarometer schlug um: Nun ging es mir besser (das Schlimmste war ja geschafft), dafür war Nicole grumpy und fragte sich und mich mehrfach, warum wir diese Wanderung überhaupt machen würden.
Die Landschaft veränderte sich abermals in eine Amazonas-Landschaft mit Palmen, dichten Büschen, Blumen – klar: Wir gingen hinunter bis auf 2900 Meter. Diese Veränderung war sichtbar. Noch immer liefen wir durch Bäche und über viele Steine, doch der Weg war nun angenehmer, vielleicht, weil er gesäumt war von vielen Bäumen. Irgendwann tat sich auf der rechten Seite ein Abgrund auf – eine Art Canyon, der sich durch die Landschaft zog. Wir durften auf halber Höhe mitlaufen. Irgendwann holten uns die Franzosen ein und gaben uns noch mit, wo sie übernachten würden. Wir hatten nämlich noch keine Unterkunft. Tatsächlich wählten wir nach 21 Kilometern Wanderung dieselbe Unterkunft wie sie und genossen den restlichen Nachmittag mit Sonnenstrahlen. So schnell kann es gehen mit dem Wetter dort!

Tag 3: Chaullay nach Llactapata (25km, ca 900hm)
Wieder haben sie uns aus dem Bett geworfen, diesmal 5:45 Uhr. Ich frage mich wirklich, warum sie das tun. Kann ihnen doch egal sein, ob das Ei ein bisschen kalt wird. Naja, wach waren wir schon und geregnet hat es auch nicht. Juhu!
Überhaupt war der Tag das genaue Gegenteil von gestern. Die Straße war breit, es hat nicht geregnet – ganz im Gegenteil. Die Sonne hat geschienen und der Weg war super schön. Die ersten 19 Kilometer liefen wir an einer größeren Straße entlang, an der auch Autos fuhren. Nicole wäre lieber den Pfad auf der gegenüberliegenden Seite gegangen, aber da ich mir nicht sicher war, wie der im Matsch zu laufen ist, überzeugte ich sie von der großen Straße. Und tatsächlich liefen alle dort, Einheimische meinten zu uns sogar, dass der Pfad gesperrt ist.
Einige Male mussten wir selbst auf der großen Straße über Geröllfelder laufen, da waren Hänge heruntergekommen und die Straße war für Autos unpassierbar. Einige andere Male führten Flüsse über die Straße und da die Steine nicht fest waren, wurden unsere Schuhe komplett nass. Für mich war es toll, weil meine matschigen Schuhe dann geputzt wurden.
Die 19 Kilometer vergingen rasend schnell, in etwa vier Stunden kamen wir bei einer Frau an, die uns ein Mittagessen machte. Das war der Ort, in dem wir ursprünglich übernachten wollten. Das französische Pärchen, das wir entlang des kompletten Treks immer wieder treffen, erzählte uns aber schon vorher, dass sie noch fünf Kilometer weiter in den nächsten Ort laufen würden, damit der Weg am nächsten Tag weniger sein würde. Da wäre es nämlich gut, früh anzukommen. Wir machten hingegen erst einmal Pause und fragten bei einer Frau, die in einem Garten stand, nach, wo wir etwas essen könnten. Sie sagte, sie kocht uns etwas.
Danach begann der schönste Teil der gesamten Wanderung, das war mir schnell klar. Denn trotz der Höhenmeter, die sich in vielen Treppenstufen und danach steilen, schmalen Pfaden bemerkbar machten, liefen wir durch schönste Obst- und Kaffeeplantagen, konnten später direkt auf ein schönes Tal voller Berge und mit Fluss schauen. Wir sahen sogar einen Tukan im Gebüsch sitzen. Bei drei Vierteln der Strecke begann es heftig zu regnen. Glücklicherweise sahen wir genau in diesem Moment ein Grundstück, eine Hütte mit einem Kiosk, und fragten nach Kaffee und Cola.
Ich kann nicht sagen, was ihn besonders machte, aber es war der beste Kaffee, den wir in Südamerika tranken, da waren wir uns einig. Dabei war es nur eine schnell gebrühte Tasse aus einem dreckigen Schuppen. Klar muss Kaffee in der Nähe der Plantagen gut sein!, denkt ihr euch bestimmt. Ist aber nicht so: Wir tranken genügend schlechten Kaffee, auch auf dieser Tour. Weit vor unserer berechneten Zeit kamen wir am Ziel an. Das Ziel: Ein Campingplatz. Die Bewohner dort hatten noch genau zwei Zelte, eines für die Franzosen, eines für uns, mitten in Lamas und Pferden. Die anderen Unterkünfte hatten nicht geöffnet. Immerhin der Ausblick auf das Machu-Picchu-Tal war der Wahnsinn.

Tag 4: Llactapata nach Aguas Calientes (18km, ca 300hm)
Wir wurden im Zelt vom Regen geweckt, doch die Zeltplatzbesitzer scheinbar nicht. Denn niemand war wach, als wir vier bereit standen. Statt um 6 bekamen wir also erst um 7 Frühstück. Die Besitzer dachten sich, wir würden bei Regen später aufstehen, sagten sie uns später. Da kannten sie wohl noch nicht genügend pünktliche Europäer.
Nach dem Frühstück machten wir uns durch den Matsch auf den Weg nach unten zurück ins Tal. Der Weg war fürchterlich und ich hatte in allen wachen Momenten in der Nacht darüber nachgedacht, wie ich nach unten kommen sollte, ohne hinzufallen. Nicole sagt ja, Matsch zieht mich magisch an. Sie muss wohl sehr überrascht darüber sein, dass ich es tatsächlich ohne hinzufallen nach unten geschafft habe. Meine Schuhe sahen nach regen- und flussbettreichen Tagen (in denen sie sauber werden konnten) aber wieder aus wie nach der Schlammparty an Tag zwei.
Leider war die neuerliche Matschparty der schönste Teil der Wanderung, denn als wir unten angekommen und einen Fluss überquert hatten, befanden wir uns schon im Bezirk Machu Picchu, ein großes Schild hatte uns darauf hingewiesen und kurz darauf mussten wir uns in einer Liste eintragen. Der Ort Hidroelectrica, ab dem die Minivans nach Cusco abfahren, ist mehr eine Bahnstation als ein Ort. Er besteht nur aus Läden, Restaurants und Häusern rund um die Bahngleise. Wir liefen ein paar Stufen nach oben und ab dort einige Kilometer an den Gleisen entlang. Das ist der offizielle Weg nach Aguas Calientes – wer auch immer sich das ausgedacht hat.
Denn der Weg war echt mühsam. An Bahngleisen entlang zu laufen, bedeutet, über viel Kies und Schotter zu gehen, ab und zu die Seiten wechseln zu müssen, je nachdem, wo der bessere Weg ist. Es bedeutet, über rutschige Holzbalken auf den Schienen zu gehen und auf Züge zu warten, die dann aber nicht kamen. Wir gingen sicher zweieinhalb Stunden, bis wir in Aguas Calientes ankamen. Erst einmal Pisco Sour! Nein: Zuerst Wartemarken für Machu-Picchu-Tickets. Mit der Wartemarken, die wir jetzt zogen, konnten wir am Nachmittag ab 16 Uhr die Tickets kaufen. Dann Pisco Sour und Essen.
Ehrlich gesagt hatten wir ein wenig unterschätzt, was wir noch zu organisieren hatten an diesem Tag. Wir stellten uns um 16 Uhr an, durchliefen ein Labyrinth im peruanischen Kulturministerium und hatten etwa eine Dreiviertelstunde später die Tickets für sechs Uhr morgens. Weil die Wanderung nach Machu Picchu zwei Stunden etwa dauern würden, entschieden wir uns, den Bus zu nehmen. Also brauchten wir ein Busticket, das auch zwölf Dollar kostete. Zusätzlich mussten wir uns noch um unsere Abreise aus Aguas Calientes kümmern und liefen noch zum Bahnhof, um zu klären, welchen Zug wir am nächsten Tag nehmen würden. 85 Dollar kostete das Ticket. Nach stundenlangem Laufen im Regen fielen wir recht früh hundemüde ins Bett.

Tag 5: Machu Picchu (etwa 3km)
Um viertel nach fünf am Morgen standen wir schon in der Schlange zum Bus – und wir waren nicht die ersten, ganz im Gegenteil. Wir stopften uns in einen vollen Bus hinein und ergatterten die letzten Sitzplätze. Die Fahrt nach Machu Picchu dauerte etwa 20 Minuten und ging über einige Serpentinen nach oben. Ein Guide fragte, ob wir eine Tour machen wollten und Nicole handelte ihn von 50 auf 40 Soles herunter und willigte ein. Wir waren mit vier Kanadiern unterwegs. Unsere Gruppe war eine der ersten, die das Gelände betrat. Es gibt in Machu Picchu unterschiedliche Circuits, die unterschiedlich teuer waren. Wir hatten die Standardroute 2A gebucht.
Unser Guide war nett und erzählte viel über die Entdeckung der alten Inkastadt Anfang des 20. Jahrhunderts. Etwa fünf Jahrhunderte lang war die Stadt im Dschungel gewesen, von niemandem entdeckt. Etwa im zwölften Jahrhundert hätten sich dort die ersten Menschen angesiedelt, der Inkakönig hatte sein Anwesen in Huayna Picchu, dem spitz zulaufenden Berg am Fuße der Inkastadt.
Als wir nach wenigen Metern zu der zentralen Fotoplattform kamen, von der aus alle bekannten Bilder von Machu Picchu entstehen, stand alles im Nebel. Morgens um sechs Uhr ist es einfach sehr neblig dort. Wir hatten kaum eine Chance, etwas zu sehen. Doch für mich war das nicht schlimm, ich genoss es sehr, hier an diesem mystischen Ort zu sein. Die Nebelschwaden und Wolken waren sehr schnell, immer wieder blitzten lichte Momente hervor und wir konnten die Inkastadt gut fotografieren. Eine halbe Minute später war wieder nichts zu sehen. Mir gefiel das Spiel – und ich war ohnehin viel zu müde für schöne Fotos von mir vor Machu Picchu. Vielleicht war ich auch viel zu müde von fünf Tagen wandern.
Der Nachteil der Circuits ist, dass sie Rundwege sind und es keine Möglichkeiten gibt, zurückzukehren. Wir konnten also nicht am Ende der Tour wieder hierher zurückkehren, um schönere Fotos mit mehr Sonne aufzunehmen. Nicole fand das sehr schade, als probierten wir, die schönsten Fotos in kurzer Zeit zu machen. Unser Nicole lief währenddessen schon weiter und erklärte uns, wer hier wo gewohnt hat, wo die Küchen waren (dass man sie an Kohleresten erkannte, die dort gefunden wurden), wie die Toiletten der Inkas funktionierten, wie lange die Bauzeit war und noch viel mehr. Leider kostete es sehr viel mehr, den Huayna Picchu zu besteigen und man hätte ein anderes Ticket dafür gebraucht. Ich glaube aber, dass wir beide das gern getan hätten.
Nach dreieinhalb Stunden Führung stiegen wir kurz vor zehn ab, die vielen vielen Stufen nach unten ins Tal. Wir wollten nicht wieder den Bus nehmen. In etwas mehr als einer Stunde waren wir überraschend schnell zurück in Aguas Calientes. Ich bin sehr beeindruckt von allen, die diese Stufen hinaufsteigen. Um halb zwei am Nachmittag ging unser Zug nach Ollantaytambo. Von dort aus mussten wir noch einmal zwei Stunden mit dem Bus weiterfahren – eine wahrliche Odyssee, aber es war noch der einfachste Weg, zurück nach Cusco zu kommen. Die Fahrt im Zug war zwar sehr touristisch, aber auch wahnsinnig schön, da der Zug Panoramafenster hatte, die einen wirklich tollen Ausblick ins heilige Tal ermöglichten.
Erschöpft spät abends kamen wir in Cusco an – um direkt die nächste Tour in den Amazonas zu planen. Davon berichte ich im nächsten Beitrag.
Ob sich Machu Picchu nun gelohnt hat? Schwer zu sagen. In Kombination mit der Wanderung hat es sich definitiv gelohnt. Trotz aller Anstrengungen, speziell am zweiten Tag, war die Wanderung wunderschön und die Natur atemberaubend. Die vielen Canyon, die vielen Dschungelwälder, Tiere, Plantagen waren es definitiv wert, dafür fünf Tage durch die Gegend zu wandern. Vermutlich würde ich die Wanderung aber nicht im Februar (bzw. zur Regenzeit) empfehlen. Das Risiko für Frust einfach zu groß. Machu Picchu selbst ist unglaublich und definitiv die schönste Inkastätte, aber es gibt einige im Sacred Valley – und Machu Picchu ist definitiv nicht die einzige schöne dort.

Ach, und wenn ihr den Blog gern abonnieren wollt, könnt ihr das hier unten, unter dem Beitrag, immer noch gern tun:) Auch nach der Reise werde ich ein bisschen was weiterhin veröffentlichen.
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