Hier kommen noch kurz ein paar Infos zum W- und zum O-Trek in Torres del Paine. Was es mit dem W und dem O auf sich hat, wo man dort übernachten kann und welche die Highlights des Trails sind.
Was sind der W- und der O-Trek? Beides sind Mehrtageswanderungen im Torres-del-Paine-Nationalpark in Chile. Er ist 2420 Quadratkilometer groß. Die nächstgelegene Stadt ist Puerto Natales im Süden, im Norden grenzt der Nationalpark an Argentinien. Es ist einer der bekanntesten Nationalparks Patagoniens. Es gibt Berge, Seen, Gletscher in der Umgebung. Die Wahrzeichen sind die Torres, drei spitz zulaufende Granitberge, die aussehen wie Türme. Der höchste Berg mit knapp 3000 Metern ist der Cerro Paine Grande.
Warum also W und O? Im Torres-del-Paine-Nationalpark dreht sich vieles um die Türme. Beim O-Trek wandert man um die Torres einmal ganz herum, einen Kreis, wie ein O also. Beim W-Trek geht man in der Form eines geschwungenen W (oder wie Nicole sagt: Es sieht aus, wie zwei Brüste). Auf dieser Karte hier sind die beiden Wege gut zu erkennen, rot der O-Trek, orange der W-Trek. Den W-Trek kann man an vier oder fünf Tagen meistern (mit drei oder vier Übernachtungen). Es gibt nur an bestimmten Punkten Übernachtungsmöglichkeiten in Zelten und Schlafsälen, selten auch Hotels. Wir hatten, da wir so spät buchten, keine andere Wahl als drei Übernachtungen.

Unsere Route: Wir liefen den W-Trek an vier Tagen, statt der üblichen fünf. Das schafften wir nur mit ordentlichen Kilometern am dritten Tag – und mussten dabei sogar noch ein Highlight auslassen.
Tag 1: 22km, ca. 1200hm. Ankunft am Welcome Center, von dort aus Wanderung zum Mirador Base Torres und zurück. Unser Camp, Central, liegt in der Nähe des Welcome Center. Dort übernachteten wir auf dem Campingplatz und hatten ein Zelt und einen Schlafsack gebucht.
Tag 2: 18km, ca. 700hm. Wir liefen vom Camp Central am See entlang Richtung Camp Francés. Dieser Campingplatz war unsere zweite Übernachtung. Sie liegt genau in der Mitte des W unten. Wir wollten noch am Nachmittag nach unserer Ankunft am Camp zum Mirador Britannico laufen, der oberen Part im W-Mittelteil, aber der Mirador hatte schon geschlossen.
Tag 3: 28km, ca. 1200hm. Wir liefen vom Camp Francés zuerst ein Stück nach oben, allerdings nur bis zum Mirador Francés und nicht zum Mirador Britannico, da wir sonst den Rest nicht mehr schaffen würden. Von dort aus ging es zurück zum Camp Francés und dann wieder am See entlang und nach oben, den kompletten restlichen Teil des W bis oben links. Dort übernachteten wir im Refugio Grey.
Tag 4: 12km. ca. 400hm. Hier liefen wir nur noch den linken, äußeren Strich des W zurück nach unten zum Camp Paine Grande. Das liegt direkt am Wasser – und hier fuhr auch unser Catamaran ab. Er brachte uns nach Pudeto. Von dort aus fuhr ein Bus direkt nach Puerto Natales.
Was hatten wir dabei? Nur einen kleinen Rucksack. Da wir kein Zelt und keine Schlafsäcke benötigten, hatten wir nur das mindeste mitgenommen. Das war für jeden der kleine Handgepäcksrucksack. Hier hatten wir neben einem legeren Outfit für abends und Schlafklamotten noch ein Handtuch und genügend Essen für vier Tage dabei. Am Ende war es sogar ein wenig viel Essen, da wir im Refugio Grey noch ein Lunchpaket bekommen hatten.
Falls ihr noch was wissen mögt zur Wanderung, fragt mich einfach.
Entdecke mehr von victoriakunzmann
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.