Okay, wir mussten unsere Beine lockern nach dem Ausflug auf den Fuji. Also ab auf die Fahrräder – und rein in die Lavendelfelder.
Wisst ihr, was doof ist? Wenn der Beitrag fertig geschrieben ist und man vergisst zu speichern. Also, ich hoffe, ich bekomme alles noch zusammen.
Man glaubt es kaum: Japan ist ein Radlfahrerland. Man sieht echt viele Radlfahrer – in der Großstadt, aber auch auf dem Land. Entsprechend easy war es, zwei Räder für unsere See-Umrundung zu leihen. Zehn Euro umgerechnet für einen Tag für dieses klapprige (aber schick-rote) Stadtradl. Dann mal los.
In Japan herrscht Linksverkehr, aber das bekamen wir gut hin (damals, in Irland, war es definitiv wilder). Lkw und Busse fahren aber echt rasant durch die einspurigen, kurvigen Straßen. Immerhin gibt es nicht so viele Schlaglöcher wie in Deutschland.
Wir waren noch immer im Fuji-Umland und sie wissen ihren Vulkan hier echt gut zu vermarkten. Von der Nordseite des Kawaguchi-See habe man eine echt gute Sicht auf den Fuji. Also los.
Mal fuhren wir auf der Straße, ein paar Autos mussten warten, aber viel war hier nicht los. Mal fuhren wir aber auch durch Parks direkt am Wasser. Das war echt schön: viele Bäume, viele Blumen, Bänke zum Hinsetzen. Auf dem Wasser war aber nichts los, nur ein paar Fischerboote. Liegt es an der Nebensaison? Wir wissen es nicht.

An einer Stelle waren plötzlich viel zu viele Menschen. Busse voller (einheimischer) Touris. Sie alle wollten den Fuji von den Lavendelfeldern aus sehen. Hach. Und sie posierten in den lilafarbenen Feldern (überhaupt: Japaner*innen posieren gern!). Vom Fuji war aber leider nichts zu sehen. Am Morgen hatten wir ihn noch erblickt, hoch oben vom Schrein in Fujiyoshida (man, immer muss ich die Namen wieder raussuchen! Ich kann sie mir nicht merken).
Kein Fuji, dafür extra für den Vulkan angelegte Lavendelfelder, Lavendeleis mit Rosengeschmack und lilafarbene Hüte im Souvenirshop. Wir kauften einem Standlbetreiber zwei Magnete für 1000 Yen ab, statt für 1050 und sofort hatte ich ein schlechtes Gewissen.
Wir fuhren trotzdem weiter. Baden konnten wir leider nicht, die Bademöglichkeiten waren spärlich, unsere Ruhe hätten wie nirgendwo gehabt. Und ein bisschen dreckig wirkte das Wasser auch. Nun gut. Unsere Abkühlung war also die Klimaanlage im Bus statt das Wasser.
Zu Gesicht bekamen wir den Fuji am See übrigens leider nicht mehr.
Entdecke mehr von victoriakunzmann
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.